Der afrikanische Affenbrotbaum oder Baobab

Der berühmteste und charakteristischte Baum Afrikas ist der Affenbrotbaum oder Baobab (Adansonia digitata), der nur in niedrig-heißen Regionen vorkommt. Manche beeindruckende Exemplare sollen bis zu 2.500 Jahre alt sein - man munkelt sogar, dass einige 3.000 Jahre zählen.

 

Der extrem zähe Baum lässt sich fast vollständig verwerten, selbst die jungen Blätter werden gekocht und gegessen. Darüber hinaus liefert er Material für Kleidung, Hüte, und Halsschmuck. Verwendet werden seine kräftigen Fasern auch für Schnüre, Matten, Seile oder zum Dachdecken. Ähnlich wie bei den Korkeichen regeneriert sich die Rinde des Baumes wieder, nachdem diese abgeschält wurde. Dadurch können die Baobabs wiederholt als Bastlieferant genutzt werden.

 

Im Oktober / November trägt er, an nur zwei Tagen, große, weiße Blüten.

Seine samtigen, ovalen Früchte enthalten überreichlich Vitamin C, wie kaum eine andere Pflanze.

Der massige Stamm dient als Wasserspeicher. Sowohl die San-Bewohner der Kalahari, als auch die Elefanten zapfen ihn in Trockenzeiten an, um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Baobab oder Affenbrotbaum in Afrika

Die Legende vom afrikanischen Affenbrotbaum

Mehrere Legenden und Mythen beschäftigen sich mit dem Baobab, der von den meisten afrikanischen Kulturen sehr verehrt wird.

 

Mythos 1:

Der Teufel riss den Baum aus dem Boden und steckte ihn wieder hinein, aber verkehrt. So sind bis zum heutigen Tag seine Wurzeln in der Luft zu sehen.

 

Mythos 2:

Der gekochte Sud aus seinen Samen schützt vor Krokodilen.

 

Mythos 3:

Der Baobab sollte der Schönste aller Bäume sein, als dies jedoch misslang steckte er seinen Kopf in die Erde und sein Wurzelwerk ragt bis heute in den Himmel.

 

Mythos 4:

Bei der Erschaffung der Hyänen war eine über ihre eigene Hässlichkeit so entsetzt, dass sie den Baum aus der Erde riss und gegen den Himmel schleuderte. Beim Aufprall am Boden blieb er jedoch umgekehrt dort stecken und seine Wurzeln ranken seitdem nach oben.

 

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