Peninsula de Zapata - lohnt der Weg dorthin?

Es ist das am wenigsten bevölkerte Gebiet auf Kuba. Es ist das feuchteste Gebiet auf den karibischen Inseln. Es ist UNESCO-Biosphärenreservat. Wenn Ihr alle drei Aussagen mit: "Ja, das passt für mich" beantwortet und ohne Massentourismus, mit tropisches Temperaturen und viel Natur auskommt - dann seid Ihr hier genau richtig.

 

Knapp 160 km von Kubas Hauptstadt Havanna, in südlicher Richtung, liegt die Halbinsel Zapata mit nur 2,2 Ein-

wohnern pro km². Durch die Lage an der Lagune empfindet man die sowieso schon hohen Temperaturen noch extremer. In dem gut 3.000 km² großem Mangroven- und Sumpfgebiet fühlen sich sowohl die endemen als auch die Zugvögel aus Nordamerika sehr wohl. Nicht nur 180 verschiedene Vogelarten, auch Krokodile, Schildkröten und die seltenen Manatis (Seekühe) kann man, mit etwas Glück, auf der Ciénage de Zapata beobachten.

Cuban Todi

Mangroven - Lebenskünstler zwischen Land und Meer

Dem salzigen Wasser, dem Wechsel der Gezeiten ausgesetzt und sengende Sonne - unter diesen Umständen kapitulieren die gewöhnlichen Bäume. Die Mangroven "blühen" dann erst richtig auf. Überall an den tropischen Küsten sind sie vertreten und bieten Schutz für Lebensräume von Flora und Fauna. Wo Menschen die Wälder abholzen drohen verheerende Fluten mit immensen Ausmaß.

Mangroven auf der Halbinsel Zapata, Kuba

Tokororo

Jedes Kind, jeder Kubaner kennt diesen seltenen und scheuen Vogel, denn er ist der Nationalvogel von Kuba. Sein Federkleid leuchtet in den Farben rot, weiß und blau. Es sind die, die der kubanischen Flagge entsprechen. Ausserdem ist er endemisch und kommt somit nur auf Kuba vor.

Nationalvogel von Kuba, Tokororo

Flamingos

Der Speiseplan der Flamingos besteht hauptsächlich aus Krebstieren und Algen. Diese enthalten bestimmte Farbpigmente, die dafür verantwortlich sind, dass die Flamingos auffällige rosa Federn haben. Nur die Anden-Flamingos sind die einzigen, die gelbe Beine haben.

Flamingos auf Kuba


Schon gewusst?

In Mitteleuropa leben etwa 85 von weltweit 5.680 Libellenarten (Stand: 2008)

Libelle auf der Zapata Peninsula in Kuba


Warum stehen Flamingos oft nur auf einem Bein?

Diese Frage gibt Rätsel auf und es gibt unendlich viele Theorien für die Lösung. Die wahrscheinlichste ist, dass  durch die "Einbein-Lösung" eine geringere Körperwärme verloren geht und dadurch weniger Energie verbraucht wird. Sobald ein Beinchen im Federkleid steckt, muss das Herz nicht so viel Blut durch die Adern pumpen.

Flamingo in Kuba


Tipps:

Hier gibt es keinen Massen- sondern einen Ökotourismus, der für den Besucher seinen Preis hat. Um den Nationalpark zu besuchen muss ein Fahrzeug mit Chauffeur und Guide gemietet werden. Dies hat den großen Vorteil, dass der ortskundige Fahrer sich bestens auskennt auf den Seitenstraßen und Wegen, die in keiner Straßenkarte eingezeichnet sind. Die Guides freuen sich, ihr Wissen an Interessierte weitergeben zu können und sind sehr bemüht die unterschiedlichsten Tierarten aufzuspüren.

Es empfiehlt sich am frühen Vormittag seine Tour zu starten, da sind die hohen Temperaturen besser zu verkraften und die Tiere sind wesentlich aktiver. Ferngläser konnte man sich ausleihen.

Tipps zur Weiterreise:

Fahrt Ihr die einzige Straße von Norden nach Süden weiter kommt Ihr an die legendäre Schweinebucht. Hier wurde ein Putschversuch von Exilkubanern an Fidel Castro, im Jahr 1961, verübt.

Schnorchler und Tauchfreunde kommen in der Unter-

wasserwelt hier voll auf ihre Kosten. Wunderschöne Korallenriffe, exotische Fische und Höhlen laden zum Erkunden ein.

Krabbe

Mein persönliches Fazit:

Auf jeden Fall lohnt der Abstecher zur Peninsula Zapapta für jeden Tierfreund und für jeden, der die unberührte Natur liebt. Massentourismus ist hier ein Fremdwort. Für uns war es ein besonderes Highlight!

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