Makgadikgadi Pans - Die größten Salzpfannen der Welt

Ah ja die Pans, mit dem unaussprechbaren Namen -  irgendwo im südlichen Afrika, davon habe ich schon gehört.

Das weite, leblose Land ist die deutsche Übersetzung für "Makgadikgadi" und man spricht es "Machadichadi" aus.

 

Also, ist doch gar nicht so schwer!

 

Der Nationalpark liegt südlich des Nxai-Pan Nationalparks in Botswana. Von Maun aus erreicht ihr ihn nach ungefähr 160 km, in Richtung Nata. Die bekannte Etosha Salzpfanne, in Namibia, hat in etwa die Größe Israels und passt fast dreimal in die 12.000 km² große Makgadikgadi Pan. Neben den beiden Hauptpfannen "Ntwetwe Pan" und "Sowa Pan" gibt es unzählige kleinere, namenlose Pfannen in diesem riesigen Gebiet. Die unwirtliche Lebens-

feindlichkeit beherbergt dennoch eine faszinierende Tierwelt. Dieses alles zusammen bildet ein weiteres Highlight im phantastischen Land Botswana.

Makgadikgadi Pan Botswana

Ntwetwe Pan

Im Makgadikgadi Gebiet ist die Ntwetwe Pan die größte Salzpfanne und zählt zu den einsamsten Plätzen in Botswana. In guten Regenjahren wurde sie vom  Boteti bewässert. Bedingt durch den Bau des Mopipi Stau-

damms, der zur Wasserversorgung der Diamantenmine in Orapa gebaut wurde, fließt nur noch selten Wasser in die Salzpfanne. Baumlose Grasflächen umrahmen die einzelnen Pfannen, deren Salzkruste bis zu fünf Metern stark sein kann.

Ntwetwe Pan Botswana

Sowa Pan

Sowa bedeutet Salz und somit wird die Sowa Pan ihrem Namen absolut gerecht. In der Soda-Asche Fabrik, in Sua, fällt Salz als Nebenprodukt an und wird dort gewonnen und verarbeitet. Nur eine schmale Landzunge trennt die die zweitgrößte Salzpfanne von der Ntwetwe Pan. Das ganze Jahr über bleiben in der Sowa Pan permanent nasse Bereiche zurück, im Gegensatz zur Ntwetwe Pan. Diese trocknet völlig ab.

Sowa Pan Makgadikgadi

Die Geburtsstunde der Salzpfannen

Ein gigantischer Süsswassersee, mit 30 Meter Tiefe, bildete sich im Kalaharibecken, den heutigen Makgadikgdi Salzpfannen. Über das Ausmaß des Sees ist man sich bis heute unschlüssig. Einige gehen von 60.000 km² aus, andere sprechen sogar von 80.000 km². Durch starke Erdverschiebungen wurden die Zuflüsse des Makgadikgadi-Sees abgeschnitten, was zur Folge hatte, dass die Becken über tausende von Jahren wieder austrockneten. An den tiefsten Stellen lagerten sich die Salze ab. Bis vor gut 100 Jahren gab es hier stetig Wasser. Erst eine starke Überweidung ließ die Pfannen völlig austrocknen. Auf Kubu Island sind noch Siedlungsreste und Steinwälle zu finden, worauf zu schließen ist, dass an den Randzonen der Pfannen und im Uferbereich des Boteti Menschen lebten.

Nxai Pan und Makgadikgadi Nationalpark

Das kleine (ca. 1.700 km²) Nxai Pan Game Reserve wurde 1970 ins Leben gerufen. Später wurden die Kudiakam Pan und die Baines Baobabs mit integriert, was zur Folge hatte, dass ein doppelt so großes Gebiet wie ursprünglich entstand und es dadurch in einen Nationalpark umgewandelt wurde.1992 veranlasste die Regierung die Zusammenlegung  mit dem Makgadikgadi Game Reserve und es entstand der Nxai Pan & Makgadikgadi National-

park. Der Wanderzyklus der Wildtiere ist bemerkenswert und lässt sich bestens beobachten.

Die meisten Pfannen in der Nxai Pan Region liegen höher als die Makgadikgadi Salzpfannen, deshalb lagern sich hier keine Salze ab. (Ausnahme: Kudiakam Pan)

Übrigens: Namensgeber für den Park ist eine hakenförmige Metallstange (Nxai), die zum Aurgraben von Springhasen, aus ihren unterirdischen Gängen, verwendet wurde.

Baines' Baobabs

Eine Hauptattraktion ist mit Sicherheit die über 1000 Jahre alte Baumgruppe "Die Drei Schwestern."

Der englische Maler Thomas Baines fing 1862, in der Einsamkeit der Kalahari, diese unbeschreibliche  Atmosphäre ein ohne zu ahnen, dass die gigantischen Bäume später einmal seinen Namen tragen werden.

Baobab

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Tipps:

Während der Trockenzeit lassen sich die Salzpfannen mit einem Allradfahrzeug gut bereisen. Unbefahrbar werden sie nach Regenfällen oder in der Regenzeit. Großes Augenmerk muss auf die entsprechende Ausrüstung gelegt werden. Kompass oder GPS- Navigation nicht vergessen und immer im Konvoi fahren! Unerwartet treten weiche Stellen auf, dass Fahrzeuge darin versinken. Niemals querfeldein fahren sondern die vorhandenen Fahrspuren nutzen.

 

Die Zufahrt zu den Baobabs erfordert einen Allradantrieb, da es Tiefsand Pisten sind. Es gibt 2 Anfahrtswege. Der etwas längere (ca. 20 km) führt über die Kudiakam Pan, der andere ist der kürzere und direkte Weg (ca. 12 km).

 

Lohnenswert ist auch ein Besuch bei den Löwen. Diese gelten zwar als "Problem Löwen", da sie die Rinder der Farmer reißen und dadurch die Konflikte, zwischen Mensch und Tier, vorprogrammiert sind.

Beim Fahren im hohen Gras ist es sinnvoll auf einen Kühlerschutz zu achten, damit die Grassamen den Kühler nicht verstopfen.